Das Aus für Amazon-Produkttester?

Künftig keine kostenlosen Testprodukte mehr

Das Ende für Amazon-Produkttester?

In den USA hat Amazon gerade seine Richtlinien geändert und erlaubt in Zukunft nicht mehr die Herausgabe kostenloser oder preisreduzierter Produkte im Austausch für eine Rezension.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis diese Änderungen auch in Deutschland umgesetzt werden.

Aber was bedeutet das für alle Produkttester? Wird es auch weiterhin möglich sein Testprodukte zu erhalten? Gibt es Ausnahmen? Gibt es Alternativen zu Amazon? Was sind die Ursachen für diesen Sinneswandel? Lesen Sie weiter, wenn Sie wissen möchten, ob Sie als Produkttester noch eine Zukunft haben.

 

*Update* Amazon hat die Richtlinien jetzt auch in Deutschland geändert. Mehr dazu in diesem Beitrag.

 

Die Sache mit der Ehrlichkeit

In den USA hat Amazon seine Rezensionsrichtlinien geändert. Auch bisher schon war es nicht erlaubt, Rezensionen gegen Bezahlung zu erstellen. Die einzige Ausnahme dabei waren Produkte, die im Voraus kostenlos oder preisreduziert zur Verfügung gestellt wurden, um dafür im Gegenzug eine unvoreingenommene Rezension zu erhalten.

Diese unvoreingenommene oder ehrliche Rezension ist wohl letztlich der Punkt an dem das Ganze gescheitert ist. Denn wie ich auch bisher schon nicht müde wurde zu schreiben, kann dieses System nur funktionieren, solange der Nutzen für die Kunden gewährleistet ist. Aber das Image der Produkttester hat in letzter Zeit ziemlich gelitten und entsprechende Rezensionen wurden verstärkt als gekauft oder unehrlich wahrgenommen. Zum Leidwesen der ehrlichen Tester gab es viele, denen es in erster Linie darauf ankam, möglichst viele Produkte zu erhalten und die dafür ihre Integrität über Bord warfen. Dabei ist dieses Verhalten in mehrfacher Hinsicht sehr kurzsichtig. Denn eine Bewertung, die bewusst positiver ausfällt als angemessen wäre, schadet

  • den anderen Kunden, die sich auf Rezensionen verlassen um sich ein Bild machen zu können
  • dem eigenen Ruf als zuverlässiger Produkttester
  • dem Gesamtimage der Produkttester
  • dem Verkäufer, denn Rezensionen verlieren an Wert, enttäuschte Kunden senden ihre Produkte zurück und hinterlassen Frustbewertungen

Als Verkäufer sollte man ein echtes Interesse an ehrlichem Feedback haben. Wenn schon die Produkttester schlechte Rezensionen hinterlassen ist es vielleicht an der Zeit, das entsprechende Produkt auszusortieren und mit einem neuen weiterzumachen.

 

Als Produkttester sollte man verstehen, dass man zuerst für die anderen Kunden arbeitet. Diese sind der wahre "Chef". Erst danach kommen die Verkäufer.

 

Rezensionen von Produkttestern fallen im Schnitt positiver aus als die von regulären Käufern. Das liegt sicherlich einerseits daran, dass Tester tatsächlich wohlwollender bewerten. Einige ganz bewusst, um weiterhin Produkte des Verkäufers zu erhalten (was kurzsichtig ist - siehe oben), einige eher unbewusst, weil man ja schließlich etwas "geschenkt bekommen" hat und sich dann gewissermaßen moralisch im Zugzwang sieht. Auch das ist aber der grundfalsche Ansatz und jeder Tester sollte sich das bewusst machen und seine Rezensionen immer wieder kritisch betrachten, ob man nicht manchmal die rosa Brille absetzen muss, die man gar nicht richtig bemerkt hat.

 

Davon abgesehen liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Denn während einerseits Tester im Schnitt positiver bewerten, kann man das auch umgekehrt sehen: Käufer des Produkts bewerten im Schnitt negativer. Die Motivation eine Rezension zu schreiben ist deutlich größer, wenn man schlechte Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hat.

 

Es bleibt auch dabei, dass Rezensionsexemplare generell eine gute Möglichkeit sind, gerade für unbekannte Firmen und neue Produkte. Denn bis die ersten regulären Rezensionen erscheinen, vergeht oft viel Zeit und währenddessen werden diese Produkte kaum gekauft, eben weil noch keine Rezensionen vorhanden sind. Diesen Kreislauf konnte ein Verkäufer bisher unterbrechen, indem er einige Produkte an Tester verteilt hat. Sinnvoll umgesetzt kann das eine win-win-win-Situation sein, mit Vorteilen für den Verkäufer, den Tester und die anderen Kunden.

 

Letztlich ist es wie so oft: Die Gier einiger zerstört es für alle. Aber wie geht es weiter?

 

Ausnahmen

Bisher sind die Änderungen nur auf der amerikanischen Amazon-Seite in Kraft getreten. Bis sie auch hier umgesetzt sind, bleibt erst einmal alles beim alten. Aber auch dort gibt es ein paar wenige Ausnahmen. So soll es auch weiterhin möglich sein, Rezensionsexemplare von Büchern zu vergeben, wie es schon sehr lange üblich ist.

Ebenfalls nicht betroffen ist Amazons eigenes Produkttester-Programm Vine. Dieses soll umstrukturiert und "noch nützlicher" werden. Gut vorstellbar, dass Vine in Zukunft ausgebaut wird. Bisher war noch nicht einmal klar, ob überhaupt noch neue Rezensenten dazu eingeladen werden. Es wäre schön, wenn Vine ausgebaut und für weitere Verkäufer geöffnet werden würde. Eventuell wird es dann auch etwas dynamischer, das heißt es werden regelmäßig neue Rezensenten eingeladen, dafür werden aber auch Rezensenten wieder ausgeladen, die den Qualitätsansprüchen nicht genügen. Das schien bisher praktisch nicht der Fall zu sein.

 

Umgehungen

Die Vermittlung von Testprodukten ist mittlerweile ein großer Markt. Es gibt unzählige Produkttest-Portale und Facebook-Gruppen. Bisher arbeiten die meisten auch im Einklang mit Amazons Rezensionsrichtlinien. Mit den jetzigen Änderungen dürfte aber für die meisten dieser Anbieter die Geschäftsgrundlage wegfallen. Da ist die Verlockung groß, nach Schlupflöchern zu suchen.

Mögliche Praktiken sind:

  • ein Produkt wird kurzfristig generell im Preis gesenkt und die entsprechenden Zeiten werden für eingeweihte Tester veröffentlicht
  • Produkte werden direkt zugesendet
  • es wird eine nachträgliche Erstattung z.B. über PayPal angeboten

Da der Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind, wenn es ums Geldverdienen geht, werden wir auch noch andere Varianten sehen. Allen gemeinsam ist, dass es sich dann um klare Verstöße gegen Amazons Richtlinien handelt. Man müsste verschweigen, dass es sich um ein Testprodukt handelt und würde damit andere täuschen.

Ich kann daher nur davon abraten, sich auf solche Dinge einzulassen. Da Amazon bisher vor allem gegen Rezensenten vorgeht und zu wenig gegen dubiose Händler, ist das Risiko sehr groß, dass man als Rezensent gesperrt wird oder gleich seinen Amazon-Account verliert. Von möglichen Schadenersatzforderungen einmal abgesehen, auch wenn mir dazu bisher keine Fälle bekannt sind.

 

Alternativen

Hier kommt es darauf an, was für Sie die Hauptmotivation ist, Produkttester zu sein. Es ist natürlich weiterhin erlaubt, Rezensionen zu selbst gekauften Produkten zu schreiben. Wenn Sie generell gerne rezensieren und damit anderen Kunden helfen wollen, haben Sie das ohnehin schon gemacht. Daran ändert sich überhaupt nichts und Sie sollten so weitermachen. Wenn Sie hilfreiche Rezensionen schreiben, können Sie auch weiterhin im Rang steigen. Je nachdem, welche Änderungen Amazon in Zukunft beim Vine-Programm vornimmt, gibt es dann vielleicht auch eine größere Chance dazu eingeladen zu werden. Wenn jetzt viele Produkttester aufhören, wird dadurch automatisch die Konkurrenz kleiner.

 

Wenn für Sie besonders reizvoll ist, kostenlose Testprodukte zu erhalten, gibt es auch Alternativen zu Amazon. EBay hat dieses Jahr Produktrezensionen eingeführt. Auch hier gibt es schon die ersten Angebote für Produkttester. Testberichte.reviews bietet zum Beispiel auch die Möglichkeit, seine eBay-ID anzugeben.

 

Auch andere Onlineshops haben auf ihren Webseiten die Möglichkeit, Rezensionen zu schreiben. Dort tummeln sich nicht so viele verschiedene Anbieter von Testprodukten. Aber teilweise haben Tester dort schon hochwertige Produkte vom Shop selbst erhalten. Informationen zu konkreten Alternativen und Onlineshops werde ich bevorzugt in den Insider-Infos bekannt geben.

 

Eine weitere Möglichkeit, die auch jetzt schon existiert und in Zukunft für Sie deutlich interessanter werden könnte, ist der Aufbau eines eigenen Produkttester-Blogs. Firmen vergeben Testprodukte nicht nur für Amazon-Rezensionen, sondern auch für eigene Blogbeiträge. Zu diesem Thema folgt hier demnächst ein eigener Beitrag mit Tipps.

 

Die Zeiten für Produkttester ändern sich, gute Rezensenten werden aber auch weiterhin eine Chance haben, Testprodukte zu erhalten und - was wie oben erwähnt viel wichtiger ist - anderen Kunden in ihren Kaufentscheidungen damit tatsächlich weiterhelfen. Denn das muss das oberste Ziel für jeden Tester sein.

 

Wenn Sie es als Produkttester also ernst meinen, bleiben Sie auf dem Laufenden.

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Kommentare: 17
  • #1

    Anno (Dienstag, 04 Oktober 2016 13:05)

    Toller Beitrag, bin gespannt wie sich das entwickelt. Einerseits bin ich zwar etwas traurig da sich wohl die Anzahl der Produkttests weit verkleinert, aber eventuell steigt ja dafür die Qualität bzw. wird das Vine-Programm tatsächlich ausgeweitet. Aber den Schritt kann ich verstehen: Die Produkttester-Community hat ihre Welt selbst zerstört.

    Würde mich interessieren was das für Plattformen wie den ClubderProdukttester bedeutet, immerhin hängen da ja auch einige Arbeitsplätze dahinter.

  • #2

    Gandalf (Dienstag, 04 Oktober 2016 16:18)

    Mit der Reaktion von Amazon war mehr als zu rechnen, wie ich finde. Wenn ich mir manche Amazon-Accounts betrachte wird mir persönlich schlecht. Da "testet" jemand zig Netzteile für unterschiedliche Notebooks hintereinander weg oder mehrere Tintenpatronen für Drucker. Da lach ich mir dann echt nen Ast und denk mir - aha jawohl alles auf "Herz und Nieren" geprüft. Bei vielen ist da die Gier nach kostenlosen/günstigeren Produkten zu groß gewesen und haben alles mitgenommen was nicht bei "3" auf den Bäumen war. Und nun müssen dann alle Rezensenten drunter leiden - ich hoffe damit trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Mancher Rezensent rühmt sich auch auf Facebook, indem er/sie dort täglich die Produkte via Bildern öffentlich macht. Und dann bei vielen immer wieder das gleiche Gewäsch in den Rezensionen. Und wenn von einem Produkt abgeraten wird bekommt es doch noch 3 oder 4 Sterne - ja ne is klar.

  • #3

    Firefly (Mittwoch, 05 Oktober 2016 10:42)

    Alles, was Amazon tatsächlich verhindern kann, ist der Austausch von Produkt und Rezension über das eigene Shopsystem. Gegen eine direkte Zusendung der Ware, wie sie jetzt schon oft vorkommt, haben sie weder eine Handhabe, noch die geringste Kontrolle. Wie oben schon zu lesen ist, der einzige Effekt wäre, dass die Testberichte nicht mehr als solche gekennzeichnet sind.

    Eine Möglichkeit wäre, nur noch Rezensionen zu verifizierten Käufen zuzulassen, aber davon war noch nichts zu lesen. Ob das überhaupt im Sinne von Amazon ist?

    So recht will sich mir dieser ganze Aufwand nicht erschließen. Würde Amazon seine Rezensionsrichtlinien gegenüber Testern und auch Verkäufern durchsetzen, wäre die Welt schlagartig in Ordnung. Das passiert aber einfach nicht.

    Beispiel: Ich sollte kürzlich einen elektrischen Flaschenöffner testen. Dabei fiel mir auf, dass bei diesem Produkt einige Rezensionen per Übersetzungsprogramm geschrieben wurden. Andere wiederum wurden 1:1 von einem anderen (nicht-elektrischen) Öffner abgeschrieben und nicht einmal der Markenname wurde geändert. All diese "Rezensenten" hatten auch nur diese eine Rezension geschrieben. Offensichtlicher geht Missbrauch nicht. Ich habe nichts geschrieben und das Teil wieder zurückgehen lassen. Dann habe ich den Fall an Amazon gemeldet. Nun, nach mehr, als zwei Monaten ist nichts passiert...und es wird auch nicht passieren.

    Der von Gandalf geschilderte Fall ist leider absolut alltäglich und auch hier geschieht nichts. Möchtegern-Tester feuern einen "Testbericht" nach dem anderen ab. Alles mit 5 Sternen, auch bei erkennbarem Schrott. Das Ganze dann in drei grammatikfreien Sätzen und oft bei Nischenprodukten, die kaum ein Mensch sinnvoll verwenden kann.

    Amazon investiert eine riesige Energiemenge in die Umstrukturierung des ganzen Systems, statt einmal auf die Einhaltung der eigenen Regeln zu bestehen und einigen Stinkstiefeln einen Warnschuss vor den Bug zu setzen. Das tun sie nicht einmal dann, wenn andere ihren Job übernehmen und die Detektivarbeit leisten. Es ist also offenbar nicht gewollt.

    Der Sinn des Ganzen will sich mir nicht so recht erschließen.

  • #4

    Christian (Mittwoch, 05 Oktober 2016 10:52)

    Ich stimme dir voll und ganz zu, Firefly. Amazon geht allerdings auf der einen Seite nicht ausreichend gegen Verstöße vor, sperrt auf der anderen Seite aber gerne mal Rezensenten ohne nähere Begründung.
    Dubiose Verkäufer werden auch nur selten belangt.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich das ganze jetzt entwickelt. Die ersten Tester-Portale haben reagiert und verlangen jetzt offiziell keine Rezension mehr. Mal sehen, ob Amazon diese rechtliche Rosinenpickerei toleriert oder ob nicht vielmehr die nächste Welle an Sperrungen folgt. Auch stellt sich die Frage, wie lange Verkäufer ihre Produkte an Tester vermitteln lassen, wenn diese es ernst nehmen und einfach keine Rezensionen mehr schreiben, sondern nur noch den Rabatt mitnehmen.

    Wenn sich Amazon in dieser Beziehung einen Rest Glaubwürdigkeit erhalten will, sollten sie die Einhaltung der neuen Regeln konsequent durchsetzen. Ansonsten wird das Problem eher größer als vorher, weil dann alles außerhalb der Richtlinien stattfindet.

  • #5

    Firefly (Freitag, 07 Oktober 2016 12:00)

    Ich bemerke gerade eine ganz interessante Entwicklung. Wo ich bisher 15 - 30 Testanfragen pro Tag hatte, sind es in letzter Zeit gerade mal 0-2. Offenbar sind die Anbieter derzeit arg verunsichert. Geht es nur mir so?

  • #6

    Christian (Freitag, 07 Oktober 2016 12:05)

    Damit war zu rechnen und es geht allen so. Die Verkäufer bieten ihre Produkte vor allem auf dem größten Marktplatz Amazon.com an. Da dort die Richtlinien geändert wurden, halten sie sich jetzt zurück um keine Konsequenzen für ihren Shop zu riskieren.

  • #7

    neuling (Montag, 10 Oktober 2016 11:05)

    ... vielleicht irre ich mich, aber bisher war es ja möglich, durch Angabe seiner Emailadresse im Benutzerprofil angeschrieben zu werden.
    Da ich i.d.R. angemeldet bin, sehe ich immer mein Profil komplett. Zufällig war ich vorhin mal nicht angemeldet und da wo die Emailadresse im angemeldeten Zustand steht, ist Leere.
    Da man die Emailadresse nicht im Profil eintragen kann - speichern dann nicht möglich - wie bekommen die Chinesen und alle anderen dann die Emailadressen zum Anfragen ?
    Wäre das nicht eigentlich das, was Amazon erreichen möchte ? (Produkttests nur über gesteuerte Kanäle ? )

    wie gesagt im bin neu im Business ;)

  • #8

    Eggman (Montag, 10 Oktober 2016 12:06)

    Komplett richtig! Das hat sich seit gestern geändert!
    Mal sehen, was als nächstes passiert.

  • #9

    neuling (Montag, 10 Oktober 2016)

    ,, mir fällt immer wieder auf, dass bei vielen Produkten (z.B. aus dem Club der Produkttester) bei dem ja Fotos zusätzlich bepunktet werden, die Produkte nicht in Benutzung gezeigt werden. Was nützen mir Handyhüllen .. ohne Handy dazu ? Bild vorne und hinten.. hmm..
    Also als Verkäufer würde ich mir andere Rezessionen wünschen... Nicht alleine die Sterne überzeugen, sondern eben auch gut gemachte Fotos.
    Und hier sieht man wieder das Problem, auch hier gibt es Regeln, und auch hier werden diese zum Nachteil der Vielzahl der Kunden ausgelegt.
    Es ist eben im Kleinen wie im Großen, der Mensch ist ein Egoist und nimmt was er kriegen kann.. - leider..

  • #10

    Firefly (Dienstag, 11 Oktober 2016 09:32)

    Wenn man mit einem Account angemeldet ist und in einem Profil auf "E-Mail senden" klickt, wird die Mailadresse angezeigt und es öffnet sich das Standardmailprogramm. An der Stelle hat sich nichts geändert.
    Auch Verkäufer haben Accounts. ;-)

  • #11

    Christian (Dienstag, 11 Oktober 2016 14:43)

    Danke für die Information, Firefly!

  • #12

    Bork (Mittwoch, 12 Oktober 2016 14:36)

    Also bei mir kommen immernoch täglich massig Emails von Chinesen rein, am größten ist die Flut allerdings immer Montags und Dienstags. Das meiste davon ist aber wirklich Schrott und man muss sich die guten und brauchbaren Artikel fein rausfiltern.

    Außerdem bewerte ich generell nur Artikel die ich selber brauchen kann und auch Ahnung davon hab, weil sonst die Bewertung total sinnlos in meinen Augen ist.

    Ich hoffe das System bleibt noch eine Weile so bestehen, auch wenn es viel schwarze Schafe darin gibt.

  • #13

    neuling (Sonntag, 16 Oktober 2016 00:22)

    http://marketplace-analytics.de/amazon-loescht-rezensionen-usa

  • #14

    Reins (Samstag, 12 November 2016 02:43)

    Guter Beitrag.

    Vermutlich wird es in Deutschland nicht ganz so schnell gehen. Auf verschiedenen Plattformen macht sich der Einfluss aus den USA aber deutlich bemerbar (kleinere Rabatte, weniger kostenfreie Proukte). Viele Plattformen z.B. Deazoo oder ART haben auch ihre TOS dahingehend geändert, dass keine Rezension mehr notwendig ist und auch nicht überptüft wird (zumindest offiziell). Vermutlich werden viele Firmen noch mehr auf Blogger Relations und Social Marketing setzen.

    Die Qualität der Rezensionen ist leider schon länger sinkend. Hart sind auch gerade für neue Tester die ständigen nicht Hilfreich Klicks von Konkurrenten. Aber die Gier habt ihr (@all) ja schon zu genüge diskutiert.

    Ich wünsche euch allen Happy Testing und weiterhin freundliche Emailanfragen auf die man gerne antwortet ;)

    "Haben gelesen gutes Bewertung. Sind glücklich ihnen zu senden gutes Produkt."

  • #15

    Isabell (Dienstag, 22 November 2016 15:56)

    Hallo,
    ich habe gerade eben eine Email von ShoppingTests.com erhalten.

    Sie schreiben:
    Neue Richtlinien für Amazon Deutschland.

    Nun ist es endlich soweit und Amazon hat die Richtlinien für für Deutschland geändert. Die neuen Richtlinien sind für Tester noch nicht sichtbar, Verkäufer wurden aber bereits informiert. Wir überarbeiten derzeit unseren Webseite, um mit den Richtlinien konform zu sein.

    Die neuen Regeln sind nicht, wie befürchtet im gleichen Umfang zutreffend, wie in den USA. Wir werden nach der Anpassung wieder gewohnt Produkte zum Test anbieten, unter Einhaltung der neuen Richtlinien.

    Wie und in welchem Umfang die neuen Bestimmungen sind, werdet ihr so schnell es geht erfahren. Wir sind bestrebt, den Betrieb in Kürze wiederaufzunehmen und Euch mit den nötigen Informationen zu versorgen.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich weiß natürlich nicht ob das hier überhaupt erwähnen darf, aber es stand ja nichts in der Mail das man das nicht darf. Ausserdem wurden ja konkret noch keine genaueren Infos mitgeteilt. Darum bin ich auch froh das es diesen abgeschloßenen Bereich für Insider Tips gibt. Ich hoffe das dies der richtige Thread ist.

    Jetzt meine Frage an dich:

    Hast du schon davon was gehört? falls ja, was?

    Ich habe noch bestimmt 5-6 Artike wo für ich eine Rezension in dieser Woche noch abgeben muss. Wie verhalte ich mich jetzt?

    Ich bin natürlich jetzt total verunsichert was ich machen soll. Die Hersteller warten ja auch auf den Rezensions Link.

    Und ich weiß ja auch Erfahrungen und hören sagen, das anrufen bei Amazon selber zu diesem Thema, überhaupt nichts bringt weil, sie mir null Auskunft geben würden.

    Es wäre super wenn Du dich dazu mal äussern könntest. Denn die Verunsicherung ist jetzt groß auf meiner Seite. Ich habe auch noch nicht gegoogelt diesbezüglich, weil ich noch keine Zeit dafür hatte. Ich habe die Mail eben erst erhalten.

    Kannst du dich mal Schlau machen? oder Hast du schon was genaueres gehört?

    Danke

    Mit freundlichen grüßen
    Isabell

  • #16

    Christian (Dienstag, 22 November 2016 16:14)

    Hallo Isabell, ich habe gerade einen aktuellen Beitrag zu dem Thema veröffentlicht. Ich lege mich fest, dass das Ende der Produkttests bedeutet, wie sie bisher möglich waren. Ich bin gespannt, wie die Tester-Portale darauf reagieren wollen und lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber die Absicht Amazons ist finde ich eindeutig.

    Was du mit den bisherigen Produkten machen sollst, musst du selbst entscheiden. Da du sie vor Inkrafttreten der neuen Richtlinien bekommen hast, kannst du die Rezensionen vermutlich noch schreiben. Aber ich kann hier natürlich keine Gewähr geben.

    Viele Grüße
    Christian

  • #17

    Isabell (Dienstag, 22 November 2016 17:04)

    Danke für deine Einschätzung.

    Ich hätte nicht gedacht das es so schnell gehen würde in Deutschland. Mit 4 bis 5 Monaten hätte ich schon noch gerechnet.

    Ich bin gespannt, was Produkttester Seiten wie zb Clubderprodukttester.de und AMZ jetzt machen werden. Es bleibt spannend. Trotzdem schade das es so kommen musste.

    Ich hoffe, das Amazon in der Zukunft ihre Regeln, für ihren eigenen Vine Tester Club etwas lockert. So das man, sich zb von sich aus, dort bewerben könnte und nicht nur über eine Einladung von Amazon selber, reinkommt. Wo wahrscheinlich eh nur Top 1000, 500, 100 usw. Rezensenten eingeladen werden.