Achtung bei diesen Verkäufer-Codes

Werden deshalb Rezensenten von Amazon gesperrt?

Die Anzeichen für Sperrungen von Rezensenten hier in Deutschland häufen sich. Besonders Produkttester erhalten plötzlich eine Email von Amazon in der ihnen mitgeteilt wird, sie hätten gegen Amazons Rezensionsrichtlinien verstoßen. Alle Rezensionen wurden gelöscht und neue können nicht erstellt werden. Damit ist die Nebenbeschäftigung als Produkttester für die Betroffenen praktisch vorbei.

Die Tester sind sich dabei keiner Schuld bewusst, allen gemeinsam ist aber, dass sie in der Vergangenheit Produkte per Rabattcode bestellt hatten. Auch wenn Amazon das prinzipiell gutheißt, gibt es hier eine Falle, in die man geraten kann, wenn man nicht ganz genau aufpasst.

 

Verstoß gegen die Rezensionsrichtlinien

"Wir haben festgestellt, dass Sie gegen unsere Richtlinien zur Erstellung von Kundenrezensionen verstoßen haben. Infolgedessen haben wir Ihre Rezensionen ausgeblendet und Sie können keine Rezensionen mehr auf Amazon.de veröffentlichen. Dieser Entscheidung liegt eine ausführliche Prüfung Ihrer Rezensionen zugrunde. Diese Entscheidung ist endgültig."

 

Eine solche Email von Amazon bedeutet das Ende der Produkttester-Karriere. Dabei kommt diese Nachricht für die betroffenen Rezensenten in der Regel völlig unerwartet. Amazon gibt keine konkreten Gründe bekannt und man erhält auch keine zweite Chance. Die Tester sind sich sicher, dass sie die Rezensionsrichtlinien beachtet haben.

Allen betroffenen Testern ist bisher aber gemeinsam, dass sie Produkte per Rabattcode bestellt hatten, die sie von Verkäufern direkt, bzw. über Portale wie AmazonReviewTrader erhalten hatten. Diesen Zusammenhang hat auch der Club der Produkttester erkannt und nimmt nur noch Tester auf, die auf die Annahme von Rabattcodes verzichten.

 

Nun ist die Herausgabe von Rabattcodes gängige Praxis und wird von Amazon auch gutgeheißen. Was aber laut Richtlinien nicht erlaubt ist:

"Bezahlte Rezensionen – Wir erlauben keine Rezensionen oder "Hilfreich"-Bewertungen von Rezensionen, die gegen Entgelt in jeglicher Art erstellt worden sind. Dies beinhaltet unter anderem Bezahlung (in Form von Geld oder Geschenkgutscheinen), Bonus-Inhalte, Ermöglichen der Teilnahme an einem Wettbewerb oder Gewinnspiel, Rabatte für zukünftige Einkäufe, zusätzliche Produkte oder andere Geschenke."

 

Genau hier liegt der Fallstrick. Manche Verkäufer vergeben keine Rabattcodes, die für ein bestimmtes Produkt gelten und den Preis dieses Produkts reduzieren, sondern einen Geschenkgutschein-Code. Mit letzterem erhält man ein Guthaben, das sich prinzipiell für alle Käufe einlösen lässt. Diesen Geschenkgutschein kann man an der gleichen Stelle unmittelbar beim Kauf einsetzen, an der man auch einen Rabattcode eingibt. Den Unterschied zwischen beiden Arten von Code kann man vorher nicht direkt erkennen, sondern man sieht es erst, wenn auf der Abrechnung der Betrag als "Geschenkgutschein" abgezogen wird und nicht z.B. als "Aktionscode".

Dadurch kann man es leicht übersehen, besonders wenn der Betrag des Geschenkgutscheins exakt dem Betrag des Produkts entspricht.

 

[Update am 27.08.2016: Ein aufmerksamer Leser hat einen Unterschied zwischen Rabattcodes und Geschenkgutscheinen erkannt. Einmal-Rabattcodes für ein Produkt scheinen alle folgendes Schema aufzuweisen: XXXX-XXXXXX-XXXXXX (Anzahl der Stellen: 4-6-6). Dann gibt es noch Rabattcodes, die mehrfach verwendet werden können, diese haben 8 Stellen ohne Trennstrich.

Geschenkgutscheine sehen so aus: XXXX-XXXXXX-XXXX(X) (Anzahl der Stellen: 4-6-4 oder 4-6-5), je nachdem ob es sich um einen online erworbenen Code handelt oder um eine gekaufte Karte mit Rubbelfeld.

Mehrere Rezensenten haben mittlerweile bestätigt, dass das bei ihnen auch so ist. Wenn Sie ein Gegenbeispiel haben, können Sie unten einen Kommentar hinterlassen.]

 

Warum machen Verkäufer das und wo liegt der Unterschied?

Amazon hat kürzlich eingeführt, dass Rezensionen rabattierter Produkte nicht mehr die Kennzeichnung "verifizierter Kauf" erhalten. Auch wenn das bisher nicht in allen Fällen wie vorgesehen funktioniert und z.B. gelegentlich auch Bewertungen von Produkten so gekennzeichnet werden, die man gar nicht über Amazon erhalten hat, soll damit deutlich gemacht werden, dass man einen Artikel eben nicht gekauft, sondern vergünstigt oder kostenlos erhalten hat. Vergibt der Händler nun einen Geschenkgutschein, ist das Produkt selbst nicht mehr rabattiert und wird daher als normaler Kauf gewertet. Damit manipuliert der Verkäufer gezielt Amazons System.

 

Amazon ist in letzter Zeit in Zugzwang geraten, nachdem verstärkt Rezensionen gegen Bezahlung erstellt wurden. Der Erhalt eines Geschenkgutscheins von einem Verkäufer kann durchaus als Bezahlung gewertet werden. Auch wenn das Ergebnis für den Tester am Ende das gleiche ist (er erhält das Produkt kostenlos oder günstiger), muss man den Unterschied zu einem Rabattcode beachten.

 

Besonders kritisch kann es werden, wenn ein Produkt z.B. 9,90 Euro kostet, man aber einen Gutschein über 10 Euro erhält. Dann hat man auf jeden Fall eine Bezahlung über den Produktwert hinaus erhalten, auch wenn es in diesem Fall nur 10 Cent wären. Amazons Algorithmen könnten auch dann Alarm schlagen, wenn man einen Geschenkgutschein von einem Verkäufer erhält, für den man vorher bereits Produkte getestet hat. Das könnte als nachträgliche Vergütung gewertet werden und davor warnt Amazon besonders deutlich.

 

Im amerikanischen Amazon-Forum wird schon länger über mögliche Ursachen der Sperrungen diskutiert. Auch dort wurde das Problem der Geschenkgutscheine erkannt.

 

Ich wurde von einem Tester kontaktiert, der sich sicher ist, gegen keine andere Richtlinie verstoßen zu haben, der aber zwei Mal einen Geschenkgutschein erhalten hatte. Eine andere Testerin berichtete aus ihrem Bekanntenkreis, dass jemand gesperrt wurde und Amazon nach mehreren Nachfragen als Begründung angab, derjenige hätte Rezensionen gegen Bezahlung erstellt. Eine direkte Bezahlung ist nie erfolgt, aber auch hier wurden Geschenkgutscheine statt Rabattcodes eingelöst. Die Hinweise verdichten sich also, dass das in diesen Fällen die Ursache gewesen ist.

 

Es wäre sicherlich besser, Amazon würde die Gründe klar benennen anstatt nur allgemein einen Verstoß vorzuwerfen. Denn man kann sich nur an die Regeln halten, die auch deutlich gemacht wurden. Selbst Amazon-intern ist das anscheinend nicht so klar. Denn ich habe selbst einmal einen Geschenkgutschein statt eines Rabattcodes erhalten und beim Kundenservice nachgefragt. Der Mitarbeiter bestätigte mir, dass das ok wäre, solange der Gutschein vorher eingelöst wird. Ich glaube aber, dass er mit der Thematik nicht vertraut war.

 

Ich schätze den Einsatz von Geschenkgutscheinen anstatt Rabattcodes momentan als größtes Risiko für eine Rezensentensperrung durch Amazon ein. Nur um das deutlich zu machen: Damit sind nur Geschenkgutscheine gemeint, die man von Verkäufern erhält, nicht solche, die man z.B. von Verwandten oder Freunden erhält.

 

Wie kann man sich schützen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Risiko einer Sperrung zu minimieren. Man sollte sich zunächst sehr genau an Amazons Rezensionsrichtlinien halten. Darüber habe ich bereits einen ausführlichen Beitrag geschrieben, den sich jeder Tester unbedingt durchlesen sollte:

Riskieren Sie Ihren Amazon-Account?

 

Weitere Punkte sehe ich neben den Geschenkgutscheinen als besonders riskant an:

  • Ein Produkt auf Aufforderung des Verkäufers auf die eigene Wunschliste setzen (manipuliert das Amazon-Ranking)
  • Auf Aufforderung eines Verkäufers nach einem Produkt mit bestimmten Suchbegriffen suchen und es danach in den Einkaufswagen legen (manipuliert das interne Such-Ranking)
  • Man klickt auf Aufforderung eines Verkäufers bei anderen Rezensionen auf "hilfreich" oder "nicht hilfreich" (manipuliert die Rezensions-Rangfolge)
  • Man verfasst Rezensionen die eher nach Werbeprospekt als nach einer ehrlichen Bewertung klingen oder vergibt fast ausschließlich fünf Sterne. Auf seiner amerikanischen Seite erläutert Amazon, dass solche Rezensionen nicht erwünscht sind.

 

Was die Geschenkgutscheine betrifft, sollte man zunächst einmal kontrollieren, ob man in der Vergangenheit bereits solche von Verkäufern erhalten hat. Gutschrift und Verbrauch dieser Gutscheine lässt sich im Amazon-Konto kontrollieren: Geschenkgutschein-Aktivität

 

Für das weitere Vorgehen gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Man kann komplett auf den Einsatz von Codes verzichten. Das ist die sicherste Variante, allerdings schließt man damit auch die von Amazon eigentlich erlaubten Rabattcodes aus. Trotzdem gibt es auch jetzt schon etliche Verkäufer, die die Testprodukte direkt zuschicken, bei denen man sie also nicht über Amazon bestellt.
  2. Man ignoriert das Risiko und setzt weiterhin alle erhaltenen Gutscheine ein, ob Rabattcode oder Geschenkgutschein. Viele Tester haben in der Vergangenheit Geschenkgutscheine von Verkäufern eingelöst und wurden bisher nicht gesperrt. Allerdings scheint die Welle der Sperrungen in Deutschland erst angefangen zu haben.
  3. Man prüft jeden erhaltenen Code, bevor man ihn einsetzt. Das ist auf dieser Amazon-Seite möglich: Geschenkgutschein einlösen oder Wert überprüfen
    Dabei ist wichtig, dass man den Gutschein nur prüft. Handelt es sich um einen Geschenkgutschein, wird das mitsamt Guthaben angezeigt und man kann dem Verkäufer mitteilen, dass man keine Geschenkgutscheine annimmt. Ist es ein Rabattcode, wird er als kein gültiger Geschenkgutschein angezeigt und man kann ihn beim Bezahlen wie üblich einsetzen.
    [Update: Zumindest die Codes mit der folgenden Anzahl Stellen sollte man prüfen: 4-6-4 und 4-6-5.]

 

Ich empfehle zumindest Variante 3. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet komplett auf den Einsatz von Rabattcodes und bittet um direkte Zusendung der Produkte.

 

Wenn man bereits Geschenkgutscheine erhalten hat, sollte man überlegen die entsprechenden Rezensionen zu löschen und eventuell die Verkäufer darauf hinzuweisen. Wenn es sehr viele Rezensionen betrifft, sollte man abwägen, denn Löschungen im größeren Umfang sieht Amazon vermutlich auch nicht so gern.

 

Sind Sie selber von einer solchen Sperrung betroffen oder wissen von einem solchen Fall? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar oder schicken mir eine Nachricht. Ich schaue weiter nach Gemeinsamkeiten gesperrter Tester um Anhaltspunkte für die Gründe zu finden.

 

Wenn Sie über dieses Thema auf dem Laufenden bleiben wollen, empfehle ich eine Anmeldung für die Insider-Infos und meine Facebook-Seite.

 

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Kommentare: 25
  • #1

    Dieter (Donnerstag, 04 August 2016 20:14)

    Ein spannender Blogeintrag. Ein hartes Vorgehen von Amazon ist meinerseits unverständlich, wenn für den Rezensenten nicht klar erkennbar ist, ob gerade ein Rabatt oder Gutscheincode eingelöst wird.

    Eine entscheidende Rückfrage stellt sich mir: Was passiert wenn der Rezensent über ausreichend Gutscheinguthaben auf seinem Konto verfügt (Eigene Gutscheine von Geburtstag, Weihnachten etc.) und dann auf der Bestellseite ein Gutscheincode eines Reviewartikellieferanten eingegeben wird? Wird dann der neue Gutscheincode des Reviewartikellieranten für die Bestellung angewendet (Was theoretisch eine Verfehlung in Bezug auf die Amazon Richtlinien ist) oder wird das ÄLTESTE eigene Geschenkguthaben für den Kauf angewendet?

  • #2

    Christian (Donnerstag, 04 August 2016 20:52)

    Hallo Dieter,

    ich glaube nicht, dass man das trennen kann. Normalerweise ist eigenes Gutscheinguthaben kein Problem. Dein Beispiel zeigt aber einen von vielen Gründen, warum Geschenkgutscheine für Testprodukte immer mindestens ein Graubereich sein werden.

    Definitiv ein Problem ist jegliche Form der Überbezahlung, also Gutscheinwert > Artikelpreis.

    Ein weiterer Tester hatte kürzlich folgendes Problem: Testprodukte wurden zurückgeschickt, da sehr mangelhaft. Neben dem Eigenanteil wurde dann auch der Gutscheinwert von Amazon erstattet. Jetzt war plötzlich beliebig einsetzbares Guthaben vorhanden für eine (in diesem Fall natürlich negative) Rezension.

    All diese Beispiele zeigen, dass man sich mit Gutscheinen im Zweifelsfall viel Ärger einhandeln kann. Deshalb sollte man wenn, dann immer auf Rabattcodes bestehen und die Codes über den Link im Beitrag vorher prüfen.

  • #3

    Dany (Dienstag, 16 August 2016 11:43)

    ich fand deinen Artikel sehr spannend und für mich auch sehr erschreckend. Da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht ob es Rabattcodes sind oder Geschenkgutscheine. Warum auch, ging ja immer gut. Aber da hätte ich wahrscheinlich blöd geschaut und auch nicht gewusst warum mich amazon sperrt.
    Dank deines links hab ich ein Produkt gefunden, welches bei mir auch unter Geschenkgutschein lief. Und habe die betreffende Rezension gelöscht. Zukünftig werde ich die codes auch im Konto vorher prüfen.
    Also: danke für die Infos!

  • #4

    Christian (Dienstag, 16 August 2016 11:54)

    Hallo Dany,
    ja, man sollte wirklich darauf achten. Es wird nicht jeder Tester gesperrt, der Geschenkgutscheine eingelöst hat, aber es gibt Fälle, bei denen das so ziemlich die einzige Erklärung war. Amazon sollte hier konkreter sagen, was erlaubt ist und was nicht. Offiziell sind Geschenkgutscheine wohl nicht verboten, solange sie vor dem Kauf zur Verfügung gestellt werden. Man handelt sich damit im Zweifelsfall aber trotzdem Probleme ein und prüfen sollte man schon deshalb, um eine Überbezahlung zu vermeiden.
    Gruß
    Christian

  • #5

    Ralf (Mittwoch, 24 August 2016 10:05)

    Hallo Christian,

    aufgrund deines Beitrags war ich mir selber nicht mehr sicher und habe mal bei mir nachgesehen, aber nichts gefunden, doch einige Tage später bekam ich einen Geschenkgutschein, anstelle eines Aktionsgutscheins.
    Darum habe ich mal Amazon angeschrieben und bekam eine recht ernüchternde E-Mail zurück, kurz können sie nichts genau zu sagen.
    Darum habe ich es nochmal über deren Chat versucht, aber die Dame war sich auch nicht sicher und wollte sich erkundigen und mich später anrufen, was sie auch ca. 1 Stunde später tat.

    Sie hat mir erklärt, dass Geschenkgutscheine kein Problem sind und der Grund für eine Sperrung die Schuld der Tester ist, da sie nicht klar angeben das es sich um einen Produkttest handelt. Wie die Dame schon sagte, woher sollte das System wissen, ob es ein Geschenkcode von einem Händler oder der Tante ist? So würde am Ende fast jeder gesperrt werden.
    Es geht alleine darum das Tester nicht deutlich angeben das es sich um einen Test handelt bzw. wenn man eine Bezahlung für gute Bewertungen annimmt und dies herauskommt. Damit sind auch solche gemeint wie z.B. Schreib deine Bewertung (egal ob Händler deutlich sagt 4-5 Sterne oder nicht), sende uns den Link deiner Bewertung und die Bestellnummer zu udn wir erstatten dir die Versandkosten oder so, da der Code nur einen Teil und nicht alles abzieht. So bekommt man eine Bezahlung für die Bewertung. Genauso wenn das Produkt z.B. 10€ kostet, aber man einen 11€ Code bekommt, so ist dies eine Bezahlung.

    Also nochmal kurz. Nein, man wird nicht gesperrt oder der gleichen für Produkttests die mit einem Gutscheincode gemacht wurden.
    Anbei ein Link zum Bild der E-Mail von Amazon, die ich nach dem Telefonat bekommen habe.
    Link zum Bild --> http://www.bilder-upload.eu/upload/1bcf57-1472026150.jpg

    Liebe Grüße
    Ralf

  • #6

    Christian (Mittwoch, 24 August 2016 16:33)

    Hallo Ralf,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Einen kleinen Einwand habe ich zu der Aussage von Amazon. Ich bin mir ziemlich sicher, dass deren System sehr wohl erkennt, woher ein Geschenkgutschein kommt, zumindest, wenn ein Händler den in seinem eigenen Account erstellt hat, was meistens der Fall sein dürfte.

    Ansonsten gebe ich dir prinzipiell recht: Ein Problem ist es dann, wenn der Gutscheinbetrag größer ist als der Wert des Artikels. Nur, wie will man das wissen, bevor man den Gutschein einlöst. Deshalb empfehle ich, die Codes vorher zu prüfen.

    Abgesehen davon haben mich schon mehrere Rezensenten kontaktiert, weil sie Probleme mit Geschenkgutscheinen hatten. Zum Beispiel wenn sie einen Artikel zurückgeschickt haben und dann der Gutscheinbetrag natürlich wieder auf das Gutscheinkonto gebucht wurde. Ist das dann eine Bezahlung? Man handelt sich im Zweifelsfall also nur Ärger ein und für die Verkäufer gibt es extra die Möglichkeit der Rabattcodes. Es gibt also gar keinen Grund, Geschenkgutscheine zu verwenden.

    Einen weiteren Punkt muss ich relativieren. Du schreibst, wenn Geschenkgutscheine generell ein Problem wären, würde am Ende fast jeder gesperrt werden.
    Dann könnte ich sagen: Wenn Tester gesperrt werden, weil sie nicht angegeben haben, dass sie ein Produkt kostenlos erhalten haben, dann müssten ebenfalls reihenweise Leute gesperrt werden. Selbst in den Top 50 findet man solche Beispiele zuhauf.

    Geschenkgutscheine, sofern der Betrag passt, mögen nach offizieller Amazon-Lesart nicht verboten sein. Das Risiko einer Überbezahlung oder eines Missverständnisses halte ich persönlich allerdings für zu groß und rate daher weiterhin dazu, auf solche Gutscheine am besten komplett zu verzichten.

    Viele Grüße
    Christian

  • #7

    Patricia (Sonntag, 28 August 2016 06:58)

    Amazon hat nichts Nettes an sich, es ist eiskalt, nutzt die Texte der Reviewer zu seinem Vorteil, kommuniziert nicht mal mit ihnen und schmeißt sie bei Gelegenheit einfach raus und begründet das mit einer pauschalen Anschuldigung. So kann man natürlich auch stets seine Liste der "Top-Reviewer" selbst manipulieren und dafür sorgen, daß immer nur das sichtbar ist, was Amazon am besten in den Kram passt.
    Angeblich wurden ja sämtliche Reviews von Amazon selbst überprüft, bevor sie online gehen, aber dennoch werden immer wieder Reviewer GRUNDLOS gelöscht und sei es, weil man mal seine Haushaltshilfe an den Rechner gelassen hat, weil sie nach ihrem Amazon-Profil suchen wollte und schon sorgt Amazons Spyware dafür, daß man unter Verdacht gestellt wird, daß man Bewertungen fälscht, weil jemand mit seinem Account auf dem gleichen Rechner online war. Das ist hirnrissig und dumm, aber da Amazon an der Macht ist, nutzt es diese und der brave User ist der Depp, der dann eben mal seinen Account verliert, weil die Putzfrau auch mal am gleichen Rechner online war. Da hilft dann auch keinerlei Argumentieren mehr, denn Amazon ist stur und egoistisch. Eine ausgespähte IP-Nummer reicht Amazon als fadenscheiniger Beweis für seine Lügen und da Amazon selbst weiß, daß man sich damit auf sehr dünnem Eis bewegt, wird eben nur eine Standardbegründung verschickt, die jeder User erhält, der rausfliegt und das war es dann einfach. Amazon ist eine gigantische Datenkrake, die ihre Macht auskostet und dabei gnadenlos über die eigenen Kunden hinweggeht, wenn es nur dem eigenen Vorteil dient.

  • #8

    Christian (Sonntag, 28 August 2016 18:51)

    Patricia, du hast sicher mit vielen Punkten recht. Auf der einen Seite ist Amazon sehr kulant und unkompliziert, wenn es beispielsweise um defekte Artikel geht. Auf der anderen Seite ist Amazon wenig transparent und fair, wenn es um die Sperrung von Rezensentenkonten geht oder um die Sperrung des kompletten Amazon-Accounts z.B. bei zu vielen Rüksendungen. Hier würde es helfen, die Richtlinien zu konkretisieren und statt die Kunden vor vollendete Tatsachen zu stellen, zunächst einmal zu warnen und klar zu sagen, was man angeblich falsch gemacht hat.

  • #9

    Chris (Sonntag, 28 August 2016 19:38)

    Ist ja schon ein interessanter Beitrag. Habe daraufhin auch die Codes geprüft.

    Leider lässt es sich heute nicht mehr 100% nach vollziehen Wo welcher Gutschein weg kommt.

    Da wir in der Amazon Produkttester Sache erst kurz dabei sind, waren nicht soviele Codes zuprüfen.

    Die Produkte waren bislang aber nicht kostenlos!

    Der Code ist meine ich als Gutscheincode deklariert.

    Zwei Artikel die wir erst vor einigen Tagen getestet haben und nicht kostenlos waren, tauchen da überhaupt nicht auf.

    Wieso das so ist, keine Ahnung.

    So nun Habe ich diverse Amazon-Gutscheine bekommen von Cashback und Umfrageportalen.

    Diese Gutschein Codes sind alle so aufgebaut Zahlenfolgen 4-6-4.......

    Es steht immer nur bei den letzten Amazon Produkttest-Artikel Gutschein und dann die Wertigkeit.


    Hier ein Gutscheincode von einem Umfrageportal:

    11. Juli 2015 Gutschein eingelöst (Gutschein-Code xxxx-xxxxxx-WY96) EUR 10,00

    Und davon habe ich diverse eingelöst bestimmt 30-40 und auch welche von Cashbackportale mit kleineren Beträgen.

    Da kann man dann auswählen ob der Geschenkgutschein mit verrechnet werden soll oder nicht. Und wenn man 2 verwendet z.B. vom Händler und das Geschenkgutschein-Guthaben werden beide Summen aufgeführt.

    Werde nun damit auch aufpassen und auf jedenfall dabei schreiben das es ein verbilligstes Produkt zum testen war, was aber nicht die Glaubwürdigkeit des Produktes beeinträchtigt.

    Das sollte dann ja reichen, oder nicht?


  • #10

    Chris (Sonntag, 28 August 2016 19:43)

    Hier ein Beispiel für ein Produkttest Mit Zahlung per Händler-Gutschein und Geschenkgutschein



    Zahlungsart
    Geschenkgutschein

    Bestellübersicht

    Zwischensumme:
    EUR 18,90
    Verpackung & Versand:
    EUR 0,00
    Summe:
    EUR 18,90
    Gutschein eingelöst:
    -EUR 14,00
    Geschenkgutschein(e):
    -EUR 4,90
    Gesamtsumme:
    EUR 0,00

    Die 4,90€ Geschenkgutschein sind noch Restguthaben von einem letzten Amazon-Gutschein vom Umfrage Portal.

  • #11

    Christian (Sonntag, 28 August 2016 19:50)

    Chris, nur Geschenkgutscheine von Verkäufern für Testprodukte können zum Problem werden, vor allem wenn sie mehr Guthaben liefern als das Produkt kosten soll.
    Geschenkgutscheine die man privat erhält, genauso wie solche über Cashback und Umfrageportale sind kein Problem.

    Der Hinweis, dass man ein Produkt kostenlos (oder preisreduziert) im Austausch für eine ehrliche Rezension erhalten hat, gehört immer dann in die Rezension, wenn man ein solches Testprodukt erhalten hat um dafür eine Rezension zu schreiben.
    Hat man Geschenkgutschein-Guthaben aus anderen Quellen und kauft damit selber Produkte, die man dann aus freien Stücken rezensiert, muss der Hinweis nicht dazu.

  • #12

    Chris (Sonntag, 28 August 2016 20:05)

    in dem Fall war es ein Produkttest wo 14€ Rabatt gewährt wurden und den Rest von 4,90€ von Rest Geschenkgutschein.

    Der Versand und Verkauf erfolgte direkt von Händler.

    In dem Fall denke ich gehört es doch trotzdem als Hinweis dazu,oder nicht wegen den 4,90€?

  • #13

    Christian (Sonntag, 28 August 2016 20:07)

    Der Hinweis gehört in die Rezension. Aber wegen der 14 Euro Rabatt, nicht wegen der 4,90 Euro durch den Gutschein.

  • #14

    Nadine (Mittwoch, 31 August 2016 18:00)

    Hallo Christian,

    wirklich ein interessanter Artikel.. Und das macht einen langsam echt verrückt wenn man mit Spaß testet und ehrlich bewertet.

    Ich lade regelmäßig mein Amazon Konto auf, um die Restbeträge direkt darüber zu bezahlen. Nun habe ich mal nachgesehen und tatsächlich auch das ein oder andere mal dazwischen stehend gefunden "Gutschein eingelöst" (also direkt im Zahlvorgang verwendet). Zuletzt ein am 19.08. bestelltes Produkt. Ich habe es noch nicht bewertet und bin nun irgendwie verunsichert.. Der Händler wartet ja auf seine Rezension..

    Herrjeh, so vergeht einem doch langsam irgendwie die Lust aufs Testen ;)

    Viele Grüße
    Nadine

  • #15

    Nadine (Mittwoch, 31 August 2016 18:08)

    P.S.:
    Ich habe eben mal meine aktuelle Liste der noch nicht rezensierten Produkte über AmzReviewTrader angesehen. Wurde ja erwähnt das es oft Codes von dieser Seite gewesen sind... Bei mir sind alle Codes nach dem 4-6-6 Prinzip aufgebaut, also alle safe soweit ich das richtig verstanden habe.. Immerhin..

  • #16

    Christian (Mittwoch, 31 August 2016 18:13)

    Hallo Nadine,
    ja, die Rabattcodes nach dem Schema 4-6-6 sind ok. Was den eingelösten Geschenkgutschein angeht: Solange der Betrag nicht höher war als der Wert des Produkts, würde ich es so lassen. Nach allem, was Amazon anderen Testern in letzter Zeit mitgeteilt hat, sind Geschenkgutscheine prinzipiell nicht verboten, solange der Betrag stimmt und der Gutschein nicht hinterher gewährt wird. In Zukunft würde ich aber eher darauf verzichten, die Gründe habe ich ja oben bereits beschrieben.
    Viele Grüße
    Christian

  • #17

    Nadine (Mittwoch, 31 August 2016 21:50)

    Hallo Christian,

    naja ok, der Betrag ist 1:1 gewesen. Und da werde ich garantiert in Zukunft darauf achten..

    Kurz eine andere Frage: gibt es irgendeine Info zum Thema "wie lange es dauert bis eine Rezension freigeschaltet wird"? Bzw. warum in letzter Zeit immer wieder nur ein Teil der hochgeladenen Bilder veröffentlicht werden? Falls ich hierzu einen Bericht übersehen haben sollte - sorry!

    Viele Grüße
    Nadine

  • #18

    Christian (Mittwoch, 31 August 2016 22:21)

    Es klemmt da in letzter Zeit immer wieder mal bei Amazon. Oft hilft es, die Rezension zunächst ohne Bilder abzuschicken und die Bilder dann nachträglich hinzuzufügen.
    Die meisten Rezensionen sind innerhalb weniger Stunden online. Bei manchen Rezensionen dauert die Freischaltung aber mehrere Tage. Woran das liegt, weiß ich leider auch nicht.

  • #19

    Nadine (Donnerstag, 01 September 2016 13:48)

    Hallo nochmal ;)

    An sich mache ich es auch so, erst den Text und dann die Bilder. Genau das klappt aktuell nicht mehr - und schon wieder nachfragen mag ich auch nicht.. Naja, Daumen drücken das die Bilder bald online sind (warte schon seit 3 Tagen).

    Sonnige Grüße
    Nadine

  • #20

    pharasea (Freitag, 02 September 2016 13:10)

    Danke für diesen nützlichen Hinweis.
    Ich habe auch mal bei mir geprüft. Habe tatsächlich auch 2 mal einen richtigen Gutscheincode bekommen, ohne das zu wissen. Zum Glück nur zwei Mal... ich werde das nun ab sofort immer prüfen. Ich habe diese beiden Rezensionen jetzt auch wieder gelöscht. Ich möchte deswegen nicht meinen Account riskieren.
    Besonders nervig finde ich aber, dass man als normaler Käufer diese Codes überhaupt nicht unterscheiden kann. Man ist sich überhaupt keiner Schuld bewusst, wenn man einen vermeintlichen Rabattcode benutzt, der aber ein Geschenkgutschein ist.

  • #21

    Chris (Sonntag, 04 September 2016 13:36)

    So ich mal wieder.

    ich interessiere mich für ein Produkt und hatte eine Pn zum Verkäufer geschrieben.

    Es kam eine Antwort zurück mit dem 4-6-6 Gutscheincode.

    Danach kam noch eine weitere Pn worin das hier stand.

    Above is link and code. Please kindly send me the order# after finished.
    Please send me permalink once you finished the review.

    Fast review with picture and video will be highly appreciate.
    Wish you a nice day.

    if there is shipping after the code, send me the order#,I can arrange refund on monday


    Da mein Schulenglisch sehr gelitten hat, da es nach der Schule nicht benötigt wurde, habe ich Googleübersetzer genutzt.

    Das was daraus kam verunsichert mich ein wenig.

    Laut dem Verkäufer soll die Ware kostenlos sein.
    Deswegen gehe ich ja mal davon aus, wenn ich die Ware in Warenkorb lege und dann den Gutscheincode eingebe, das dann die Ware kostenlos ist.

    Was will der Verkäufer dann am Montag veranlassen mit seinem Refund also Rückzahlung?

    Ich glaube ich lasse das besser oder was meint ihr dazu?

  • #22

    Christian (Sonntag, 04 September 2016 18:21)

    Hallo Chris,
    er möchte dir eventuell anfallende Versandkosten erstatten. Wenn dir keine entstehen, z.B. weil der Versand mit Prime erfolgt, brauchst du das auch nicht. Generell würde ich jede Form der nachträglichen Erstattung ablehnen, auch wenn ich dafür ein paar Euro an Versandkosten in Kauf nehmen müsste.
    Wenn du bei Facebook unterwegs bist, komm doch in die folgende Gruppe, da sind solche Fragen genau richtig und werden in der Regel schneller beantwortet als ich es hier kann:
    https://www.facebook.com/groups/457850931006449/

    Trotzdem freue ich mich auch hier weiter über Fragen und Kommentare.
    Gruß, Christian

  • #23

    Ela (Montag, 12 September 2016 22:14)

    Hi zusammen, hab gerade diesen thread gefunden und durchgelesen... ich bin leider eine betroffene person.. ein tester der gesperrt wurde ohne angaben von Gründen.. erst wurden einige meiner Rezensionen von amazon gelöscht, weil es hieß ich stehe mit einer person in zusammenhang die dieses produkt schon bewertet hat. Wollte das dann telefonisch klären und wurde immer wieder auf emails verwiesen.. und immer wieder kam die gleiche Nachricht... Trotz umzug in eine andere wohnung .

    habe bei meinen reviews immer angegeben das es sich um einen produkttest handelt. Habe niemals abwertende oder beleidigende texte geschrieben.. Nach der 6ten email haben sie mich dann komplett gesperrt. Mit dem oben genannten text. Ich finde die aktion von amazon ziemlich mies.... .. überlege mir schon ob ich einen brief an die Geschäftsführung schreibe.. aber ich denke mal das wird mir auch nicht viel weiter helfen..

    Lg ela.

  • #24

    Sabine (Sonntag, 18 September 2016 11:01)

    Sehr interessanter Beitrag. Ich bin hier nur gelandet, weil ich gegoogelt habe, dass es immer mehr Rezensionen bei Amazon gibt, die von Produkttestern kommen. Ich für meinen Teil finde das irgendwie komisch und verdächtig. Denn meist fallen diese Rezies eher positiv bis sehr positiv aus. Selten wird auf Nachteile/bedenkenswertes eingegangen und ich war irgendwie genervt von diesen "Jubelrezensionen" an deren Ende ich dann immer oder oft lesen durfte, dass der Rezensent das Produkt kostenlos oder vergünstigt bekommen hat und seine Meinung aber seine eigene sei.
    Ich selber schreibe auch gerne Rezensionen zu meinen gekauften Produkten, besonders bei Extremen - also bei Produkten mit denen ich sehr zufrieden oder sehr unzufrieden bin. Auch bei den Produkten die ich mag, gibt es immer auch etwas auszusetzen, das ggf. für den Leser hilfreich ist. Das vermisse ich an den meisten "gesponserten" Rezensionen.
    Da ich 1 Jahr im Support von Amazon gearbeitet habe kann ich übrigens nur bestätigen: Ja Amazon sieht genau, wer den Gutschein gekauft hat (ob Tante oder Verkäufer) und wer ihn bekommen hat - zumindest, wenn es nicht um Gutscheincodes geht, die im Handel (Supermarkt, Tankstelle etc. diese Plastekarten halt) sondern die, die elektronisch gekauft wurden. Bei einem Verkäufer gehe ich von letzterem aus, da er wohl kaum Zeit und Energie auf Freirubbeln und eintippern verschwenden wird. Eine Alternative wäre noch (wenn ihr unbedingt die Gutscheincodes nutzen wollt) den Gutscheincode nicht selber zu nutzen. Ihr könntet Familienmitglieder/Freunde bitten etwas für euch mit dem Gutschein zu kaufen. Grundsätzlich gibt es unter Familienmitgliedern auch die Möglichkeit ein Gutscheinguthaben von einen Amazon Account zu einem anderen zu transferieren (kann man per Supportanfrage machen lassen). Aber auch hier kann Amazon nachvollziehen, wer ursprünglich das Guthaben erworben hat.
    Ach und selbst wenn ihr vorher den Code nicht geprüft habt: am Ende des Bestellvorgangs steht bei dem Produkt direkt unten drunter, ob es ein RABATT ist oder ein GUTSCHEINGUTHABEN, welches auf den Kaufpreis angerechnet wird. Rechts in der Zusammenfassung (da wo auch die Lieferkosten und der "Jetzt kaufen" Buttton ist steht (egal was ihr für einen Code genutzt habt) immer nur "Gutschein eingelöst" - letzteres ist also nicht hilfreich zur Unterscheidung für den Käufer. Amazon unterscheidet intern in Aktionscodes (Rabatte/Preisnachlässe, bei denen vorab kein Bargeld an Amazon geflossen ist) und Gutscheincodes (gekauftes Guthaben für das jemand Geld an Amazon gegeben hat).

  • #25

    Christian (Sonntag, 18 September 2016 16:43)

    Hallo Sabine,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar zu den Gutscheinen und Rabattcodes.
    Obwohl - oder vielleicht eher gerade weil - ich eine Seite gezielt für Produkttester und solche die es werden wollen betreibe, sehe ich das mit den "Jubelrezensionen" ganz genauso wie du.
    Mich stört es ebenfalls sehr, wenn jemand völlig unkritisch an ein Produkt herangeht, nur weil es ein kostenloses Testexemplar war. Damit ergeben Rezensionen keinen Sinn mehr. Deshalb muss jedem Tester klar sein: In erster Linie arbeitet er für die anderen Kunden, erst in zweiter Linie für den Verkäufer!
    Ich versuche, genau dafür ein Bewusstsein bei Produkttestern zu schaffen. Denn richtig eingesetzt sind Testprodukte ein legitimes Mittel. Bei Büchern war es schon immer so, dass kostenlose Rezensionexemplare verteilt wurden. Gerade unbekanntere Firmen haben es oft schwer, ihre Produkte zu verkaufen ohne Rezensionen. Reden Tester allerdings ein Produkt schön, rächt sich das auf mehreren Ebenen: Die persönliche Glaubwürdigkeit und die aller Tester generell leidet darunter, echte Käufer sind enttäuscht und hinterlassen im Zweifelsfall frustrierte Bewertungen, der Verkäufer hat eine hohe Rücklaufquote.
    Gruß
    Christian