Mehr "Hilfreich"-Klicks für Ihre Rezension

Was wirklich etwas bringt

Viele "Hilfreich"-Bewertungen

Wenn man sich das typische Produkttester-Profil bei Amazon anschaut, sieht man oft hunderte Rezensionen mit sehr wenigen oder gar keinen Bewertungen anderer Kunden. Wenn das die einzigen Reaktionen sind, verschwindet man irgendwo im Ränge-Niemandsland, denn dann fallen auch einzelne "Nicht Hilfreich"-Klicks stark ins Gewicht und man hat es schwer, in die 80-90-%-Region zu kommen.

Was machen die Top-Rezensenten besser? Auch hier haben die meisten Rezensionen nur sehr wenige Bewertungen. Aber es gibt darunter eben auch welche mit mehr als zwanzig oder mehr als hundert mal "hilfreich". Genau diese Rezensionen machen am Ende den Unterschied aus. Es geht also nicht darum, dass jeder einzelne Beitrag ein großes Echo hervorruft, aber man braucht solche Rezensionen um wirklich voranzukommen.

 

Die besten Tipps für "Hilfreich"-Klicks

Es sind gerade die besonders hilfreichen Rezensionen, die oft über mehrere Jahre immer wieder von anderen Kunden bewertet werden und die einen damit quasi per "Autopilot" in der Rangliste nach vorne bringen. Auch wenn es Ihnen nicht unbedingt darauf ankommt, bei Amazon zu den Top 1000 oder Top 500 zu gehören (es gibt sicher wichtigere Ziele im Leben), hilft es Ihnen ungemein, wenn Sie Produkttester werden und durchstarten wollen. Denn egal auf welche Weise Sie an Ihre Testprodukte kommen, Ihr Rang und Ihre "% nützlich" entscheiden darüber, wie Ihre Chancen sind. Testportale legen Wert darauf, Verkäufer schreiben für die interessantesten Produkte zunächst die Top-Reviewer an und wenn Sie selber Verkäufer kontaktieren, ist das Ihr überzeugendstes Argument. Schauen wir uns also im einzelnen an, wie Sie solche Autopilot-Rezensionen schreiben.

 

 

Grundlegendes beachten

 

Benutzen Sie eine klare Sprache, reden Sie nicht um den heißen Brei, veranstalten Sie keine Lobhudelei, testen Sie gründlich und schildern Sie, wie sich das Produkt im Einsatz bewährt. Laden Sie aussagekräftige Bilder hoch. Diese Regeln gelten für alle Rezensionen gleichermaßen und falls Sie es noch nicht getan haben, lesen Sie sich dazu durch, wie man gute Rezensionen schreibt und wie Ihre Rezensionen gelesen werden. Dazu finden Sie übrigens auch eine Checkliste im PDF-Format im Insider-Bereich, exklusiv für die Abonnenten der Insider-Infos.

 

 

Video-Rezensionen

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gut gemachte und sinnvolle Videorezensionen ein Magnet für "Hilfreich"-Bewertungen sein können. Sinnvoll heißt, sie sollten anderen Kunden einen echten Mehrwert liefern. Leider sieht man in letzter Zeit immer öfter Videos, die man sich auch schenken könnte. Wenn man das Produkt nur einmal kurz von allen Seiten in die Kamera hält oder es lediglich auspackt (sogenanntes "Unboxing"), dazu nichts relevantes erzählt, lohnt es sich für die Mehrzahl der Amazon-Kunden nicht. Auch die Tatsache, dass es bei manchen Tester-Portalen Zusatzpunkte für ein hochgeladenes Video gibt, sollte nicht der einzige Grund sein, höchstens ein Zusatznutzen.

Zeigen Sie das Produkt im Einsatz. Wie bedient man es? Worauf sollte man achten? Gerade Problemstellen lassen sich oft viel besser in einem kurzen Film zeigen. Sie müssen dazu kein Video-Profi sein, Sie müssen die Videos auch nicht schneiden oder nachvertonen. Zeigen Sie das Produkt, erklären Sie dazu die wichtigsten Punkte. Jedes Smartphone macht heutzutage Videos in ausreichender Qualität, an Zubehör lohnt sich eventuell ein kleines Stativ, mehr brauchen Sie am Anfang nicht. Zum Thema Videorezensionen plane ich einen eigenen Beitrag und werde ihn dann auch hier verlinken.

Videorezensionen können sich aus mehreren Gründen lohnen. Sie können eine sehr gute Entscheidungshilfe sein, sie sind oft sogar schneller verfasst als ein langer Rezensionstext und sie werden in der Liste der Rezensionen häufig weiter oben platziert und dadurch öfter gesehen. Alles zusammen sorgt für viele Klicks.

 

Beispiel: Sie testen einen Faltrucksack. Zeigen Sie im Video die Taschen, Funktion der Reißverschlüsse, wie leicht er sich zusammenfalten lässt und wie kompakt er dann ist.

 

 

Produkte mit Mängeln

 

Man sollte negative Rezensionen nicht unterschätzen. Wenn ein Produkt einen echten Mangel hat und Sie diesen gut belegen können, am besten mit Bildern oder einem Video, werden Ihnen viele Kunden dankbar sein, weil Sie sie vor einem Fehlkauf bewahrt haben.  Aus diesem Grund lesen sich viele mittlerweile bevorzugt die negativen Rezensionen durch. Vielleicht haben Sie in letzter Zeit Probleme mit einem Produkt gehabt? Das muss keins sein, dass Sie bei Amazon gekauft haben. Aber vielleicht können Sie andere darauf hinweisen?

Auch bei Testprodukten sollten Sie echte Mängel nie verschweigen. Wenn Sie meine Tipps zur Auswahl der Testprodukte befolgen, werden Sie hoffentlich nur selten die echten Problemfälle vor sich haben. Aber selbst bei diesen gibt noch eine erstaunliche Anzahl positiver Rezensionen, sei es weil es andere Tester mit der Ehrlichkeit nicht so genau nehmen oder weil sie den Fehler einfach übersehen haben. Gerade unter dutzenden positiven Rezensionen fällt Ihre negative Rezension dann umso mehr auf, wird öfter gelesen und von dankbaren Kunden entsprechend bewertet.

 

Beispiel: Sie testen eine Powerbank mit Solar-Ladefunktion, aber auch nach einem ganzen Tag in der prallen Sonne können Sie damit ihr Smartphone nur um 5 % aufladen. Andere werden Ihnen dankbar sein, wenn Sie deutlich machen, warum man sich den Kauf sparen kann.

 

 

Bonus-Informationen

 

Überlegen Sie, welche zusätzlichen Informationen Sie anderen Kunden in Ihrer Rezension zukommen lassen können. Haben Sie Tipps zu bestimmten Einstellungen oder ergänzende Hinweise zur Anwendung? Das fällt Ihnen natürlich umso leichter, je mehr Erfahrung Sie mit einem Produkt haben. Auch deshalb lohnt es sich, sich auf ein paar Kategorien zu spezialisieren und nicht alles zu testen, was man kriegen kann. Entweder haben Sie schon das entsprechende Wissen oder Sie eignen es sich an. Heute findet man zu praktisch jedem Thema alle Informationen im Internet. Wenn Sie sich wirklich für ein Produkt interessieren, aber sich noch nicht so gut auskennen, recherchieren Sie ja meistens sowieso. Wenn Sie die nützlichsten Tipps in Ihrer Rezension weitergeben, nehmen Sie anderen Kunden damit etwas Arbeit ab und erhöhen die Chance, dass sich diese dann bei Ihnen per Klick bedanken.

 

Beispiel eins:

Sie testen einen Wetzstein zum Messer schärfen und erklären etwas ausführlicher als in der Anleitung, wie man ihn benutzt, welche Körnung sich für welchen Zweck eignet und wie man sich den richtigen Winkel ausrechnet.

 

Beispiel zwei:

Sie testen eine Android-TV-Box und erklären in Ihrer Rezension, welche Einstellungen man im Kodi-Mediencenter vornehmen muss, um darüber das Fernsehprogramm live zu streamen.

 

 

Gefragte Produkte bewerten

 

 

Wenn Sie eine Smartphone-Hülle oder einen Bluetooth-Kopfhörer eines nicht sehr bekannten Herstellers testen, werden Sie in der Regel auch bei einer Spitzen-Rezension nicht viele Reaktionen kriegen. Dafür gibt es einfach zu viele ähnliche Produkte. Wenn Sie allerdings mit Ihrer Rezension bei einem gefragten Produkt weit vorne stehen, bekommt sie die nötige Aufmerksamkeit. Natürlich haben gefragte Produkte oft auch deutlich mehr Kundenrezensionen. Allerdings sind die meisten davon nicht von Produkttestern, sondern viele bestehen aus nur wenigen Sätzen. Wenn Sie die Tipps aus diesem Blog beherzigen, können Sie sich oft mit Ihrer Rezension deutlich absetzen. Dazu gute Bilder oder ein Video und Sie können es auch unter hunderten Rezensionen ganz nach vorne schaffen.

Ein besonderer Tipp sind übrigens die Amazon-Blitzangebote. Es gibt Produkte, die dort immer wieder mal auftauchen. Wenn Sie das feststellen, schauen Sie doch mal nach, wieviele Rezensionen es dazu gibt. Oft sind es nicht viele und die wenigen sind noch nicht einmal besonders gut. Wenn Sie den Artikel also gebrauchen können, bestellen Sie ihn doch und schreiben Sie eine Top-Rezension dazu. Diese wird dank der regelmäßigen Blitzangebote immer wieder gelesen und bewertet werden.

 

Beispiel: Eine Geldbörse taucht regelmäßig in den Amazon-Blitzangeboten auf. Sie bestellen und testen sie, schreiben eine ausführliche Rezension mit Bildern. Weil es kein Testprodukt ist, gibt es bisher nur eine andere Rezension mit Bildern und Ihre Rezension ist schnell auf Platz eins. Bei jedem neuen Blitzangebot werden viele Kunden darauf aufmerksam.

 

 

Lustige Rezensionen?

 

Fast jeder hat schon einmal ein Beispiel für eine lustige oder ironische Rezension gesehen. Manche davon - besonders auf der amerikanischen Amazon-Seite - haben mehrere tausend "Hilfreich"-Bewertungen, einfach weil sie die Leute zum Lachen bringen.

Für Testprodukte eignet sich diese Form eher nicht. Außerdem braucht man dazu ein gewisses Talent. Was Sie witzig finden, kann andere langweilen. Wenn Sie unbedingt möchten, probieren Sie es auf eigene Gefahr aus. Das Risiko besteht darin, dass Amazon Ihre Rezension gar nicht lustig findet und sie löscht.

 

 

Verifizierter Kauf

 

Rezensionen zu kostenlosen Testprodukten oder solche, für die man mindestens 50 % Rabatt erhalten hat, werden von Amazon nicht mehr als "verifizierter Kauf" gekennzeichnet. Das System scheint noch nicht in allen Fällen perfekt zu funktionieren, so gibt es immer wieder Ausnahmen. Prinzipiell finde ich diese Regelung aber gut. Außerdem muss man als Tester ohnehin kennzeichnen, wenn ein Produkt kostenlos erhalten hat.

Versuchen Sie aber, auch Rezensionen zu Ihren normalen Amazon-Käufen zu schreiben. Denn andere Kunden beachten es schon, wenn ein Artikel als "verifizierter Kauf" gekennzeichnet ist und es sich nicht um ein Testprodukt gehandelt hat. Ihre Chancen auf "Hilfreich"-Bewertungen sind dadurch in manchen Fällen etwas größer.

 

 

Kombinieren

 

Die meisten dieser Tipps lassen sich natürlich kombinieren. Mit jeder Kombination erhöhen sich die Chancen darauf, eine "Autopilot"-Rezension zu schreiben. Sie haben ein gefragtes Produkt selbst gekauft und dieses hat einen echten Mangel? Laden sie dazu eine Videorezension hoch und zeigen Sie das Problem. Dazu ein Text unter Beachtung der Grundregeln und ich würde fast wetten, dass Sie damit jede Menge Aufmerksamkeit erhalten und viele gute Bewertungen.

 

Was man nicht tun sollte

Wie immer gibt es auch hier ein paar Dinge, die man vermeiden sollte. Von den grundlegenden Fehlern mal abgesehen, sind das folgende:

  • Bitten Sie am Ende Ihrer Bewertung nicht um einen Klick auf "hilfreich". Zum einen möchte Amazon das nicht und hat angekündigt, diesen Satz in Zukunft automatisch zu löschen. Zum anderen wirkt das wenig professionell und klingt etwas nach Betteln. Schreiben Sie eine wirklich hilfreiche Rezension und die Klicks kommen von alleine.
  • Fordern Sie nicht Ihre Freunde auf, Ihre Rezensionen zu bewerten. Es mag verlockend sein, aber Amazon hat ausgefeilte Algorithmen, die solch ein Verhalten erkennen. Auf diese Weise erhaltene "Hilfreich"-Klicks werden in regelmäßigen Abständen automatisch entfernt. Am Ende riskieren Sie so nur wegen Manipulation gesperrt zu werden.
  • Wenn Sie Ihre "% nützlich"-Rate optimieren wollen, empfehle ich Ihnen, keine Bücher, Filme oder Computerspiele zu rezensieren. Generell alle Artikel bei denen eine Bewertung einen großen subjektiven Anteil hat. Sie werden immer viele andere Kunden haben, die nicht Ihrer Meinung sind und Ihre Rezension nur deshalb als "nicht hilfreich" bewerten. Auch wenn das nicht in Ordnung ist, können Sie das nicht verhindern.

 

Möchten Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Tipps für Ihre Rezensionen? Könnte eine Tabelle für Sie hilfreich sein um Ihre Testprodukte zu verwalten? Dieses und mehr finden Sie im Insider-Bereich für Abonnenten der Insider-Infos.

 

Sind Sie ein Produkttester, der sich an die Regeln hält? Dann zeigen Sie es anderen doch mit einem Link auf den Tester-Kodex.

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Isa (Dienstag, 06 September 2016 13:58)

    Hallo,
    super Seite hier, ich kann gar nicht aufhören zu lesen, wirklich gute Tipps. Eine Frage bitte, ist das anmelden für die Insider News kostenlos?
    Gruß Isa

  • #2

    Christian (Dienstag, 06 September 2016 21:56)

    Hallo Isa,
    ja, die Anmeldung ist selbstverständlich kostenlos und man kann sich jederzeit wieder aus dem Newsletter austragen.
    Viele Grüße und danke für die netten Worte
    Christian